Kreisweites Lesefest endet mit großem Familientag in Büderich

Mit einem abwechslungsreichen Familientag in Büderich ist das kreisweite Lesefest am Samstag, 10. Oktober, erfolgreich zu Ende gegangen. Zahlreiche Kinder und Erwachsene nutzten die Gelegenheit, in die Welt der Geschichten einzutauchen, bekannte Kinderbuchautorinnen und -autoren kennenzulernen und selbst kreativ zu werden. Mit Lesungen, Workshops, einem japanischen Papiertheater und zahlreichen Mitmachangeboten rund um die Stadtbibliothek stand die Freude am Lesen im Mittelpunkt.
Ein besonderer Höhepunkt waren die Lesungen von gleich vier Kinderbuchautorinnen und -autoren. Den Auftakt machte Martin Baltscheit, der mit seinem Bilderbuchklassiker „Der Löwe, der nicht schreiben konnte“ seit vielen Jahren junge Leserinnen und Leser begeistert. Neben dem beliebten Klassiker stellte er auch sein Buch „Papa liest vor“ vor und gab dem Publikum ganz persönliche Tipps für das Vorlesen mit auf den Weg. Sein Rat an die Eltern: „Lest nur Bücher vor, die ihr selbst mögt!“
Weitere Lesungen gestalteten Alina Gries mit „Finn Fledermaus und das Blenden in der Nacht“ sowie Heidi Leenen mit „Emma – Ohne dich wär’ die Welt nur halb so schön“. Auch der Fantasyautor Akram El-Bahay aus Nierst war mit dabei und las aus seinem Tier-Abenteuer „Foxfighter“.
Neben den Lesungen bot der Familientag zahlreiche Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden. Es gab zahlreiche Workshops. So konnten die Kinder unter anderem mit dem blauen Elefanten aus der „Sendung mit der Maus“ Programmieren lernen, Comics illustrieren oder aus alten Buchseiten kleine Kunstwerke gestalten. Die Angebote kamen bestens an: „Alle Workshops sind ausgebucht!“, freute sich Bettina Schüren, Leiterin der Meerbuscher Stadtbibliothek.
Bereits im Vorfeld des Familientages gab es im Rahmen des Lesefestes in Meerbusch erste Höhepunkte. Zwei zweite Klassen konnten bei Lesungen die Autorin Heidi Viherjuuri kennenlernen. Auch hier fiel die Bilanz positiv aus. „Also die Kinder waren sehr zufrieden“, bilanzierte Schüren.
Ein weiteres Angebot für die jüngsten Besucherinnen und Besucher war ein Kamishibai-Theater. Bei dieser traditionellen japanischen Erzählform wird eine Geschichte mithilfe von Bildkarten in einem kleinen Papiertheater lebendig. Dabei ging es dieses Mal in den Wald. Die Kinder begleiteten Eichhörnchen Piet und suchen mit ihm nach einem neuen Zuhause.
Ergänzt wurde das Programm durch zahlreiche Aussteller, darunter Buchhändler, Verlage oder auch die „Du bist wertvoll-Stiftung“, die kreative Fähigkeiten von Kindern fördert. Ein besonderes Andenken konnten sich die Besucherinnen und Besucher bei einem Büroklammer-Künstler anfertigen lassen, der individuelle Lesezeichen bog. Für die Verpflegung sorgten unter anderem die Fördervereine der St.-Mauritius-Schule und der Brüder-Grimm-Schule.
Das Ziel des kreisweiten Lesefestes war es, bei Kindern und Familien die Freude an Geschichten zu wecken und damit die Leseförderung nachhaltig zu stärken. Die Vorbereitungen hatten bereits im vergangenen Jahr begonnen. Ein besonderes Anliegen der Organisatorinnen und Organisatoren war es, in sämtlichen Kommunen des Kreises Lesungen anzubieten. Dieses Vorhaben konnte dank des Engagements vieler Beteiligter und der Unterstützung zahlreicher Sponsoren umgesetzt werden.
Mitorganisatorin Heidi Leenen zieht ebenfalls eine positive Bilanz: Das Lesefest habe überall für große Begeisterung und eine fröhliche, unbeschwerte Stimmung gesorgt.